Partner

Ein tragfähiges Netzwerk

Unsere Arbeit in Guatemala konfrontiert uns immer wieder mit komplexen Fragestellungen. Umso wichtiger ist, dass wir auf ein Netzwerk kompetenter Partner setzen können. Entwicklungshilfe funktioniert, wenn alle Projektbeteiligten partnerschaftlich zusammenarbeiten. Das gilt für die Auswahl neuer Projekte genauso wie für ihre Durchführung. Zuverlässige Partner vor Ort sind dabei für den Freundeskreis Zentralamerika 1992 e. V. (FZA) ein Muss. Aber auch zu Hause in Deutschland funktioniert die Arbeit des FZA am besten gemeinsam mit anderen Gruppen, Einrichtungen und Firmen. Seit der Gründung des FZA im Jahr 1992 konnten wir starke und belastbare Netzwerke knüpfen, und wir freuen uns immer, wenn wir neue Partner für unsere Ideen und Ziele begeistern können.

Luis Alberto Palacios – unser Mann vor Ort: Partner, Architekt und Freund

Seit 1994 ist der Architekt Luis Alberto Palacios unser Partner in Guatemala. Er übernimmt die Planung der Schulbauten und kümmert sich auch um den reibungslosen Ablauf auf den Baustellen. Luis Palacios, Jahrgang 1956, studierte Architektur an der Universität von Guatemala-Stadt. Er wohnt mit seiner Ehefrau Adina in Sololá, kennt sich hervorragend aus im Land und genießt das Vertrauen der Landbevölkerung. Die Entwicklung seines Heimatlandes liegt ihm sehr am Herzen, der Bau neuer Schulen ist ihm auch ein persönliches Anliegen. Unser enger Kontakt zu ihm garantiert eine sorgfältige Auswahl und Begleitung der Projekte. Luis versteht es, die Dorfgemeinschaften zur Mithilfe auf den Baustellen zu motivieren und in Konfliktsituationen zu vermitteln.

Drei Gruppen, ein gemeinsames Ziel: FZA, Esperanza und Oyak

Seit vielen Jahren kooperiert der Freundeskreis Zentralamerika mit den Vereinen Esperanza e.V. aus Bestwig (Sauerland) und Oyak e.V. aus Niederdielfen (Siegerland). Diese beiden Gruppen, ähnlich strukturiert und ähnlich groß wie der FZA, haben mit uns gemeinsame Anliegen: Zusammen wollen wir die Bildungssituation in den ärmeren Regionen Guatemalas verbessern und zu Hause in Deutschland ein Bewusstsein für die Anliegen und Probleme der Einen Welt schaffen.

Esperanza und Oyak organisieren zudem schon seit Jahren Arbeitseinsätze für junge Leute aus Deutschland. Sie arbeiten für einige Wochen auf einer Schulbaustelle mit und erleben gleichzeitig hautnah den Alltag in einem kleinen guatemaltekischen Dorf. In Deutschland hilft uns der regelmäßige Austausch über die aktuelle Situation in Zentralamerika. In Guatemala konnten wir schon einige größere Projekte gemeinsam stemmen, wie den Bau des Maya Colegio, das eine berufsbildende Ausbildung ermöglicht.

Gymnasium St. Mauritz – Engagement auf allen Ebenen

Seit 2015 unterstützt uns das Gymnasium St. Mauritz in Münster-Handorf mit einer Vielzahl an Aktionen. So wurden unter anderem schon diverse Schulläufe veranstaltet, um Spenden für eine Erweiterung des Schulgebäudes in Vasconcelos zu sammeln. Neben diesen großen Aktionen, bei denen die ganze Schule auf den Beinen ist, wird aber auch mit vielen kleineren Aktionen die Arbeit des Freundeskreises unterstützt. Regelmäßig informieren wir vom Freundeskreis zum Schuljahresbeginn die neuen Sextaner über das Solidaritätsprojekt.

Kardinal-von-Galen-Realschule – Kinder in Telgte für Kinder in Guatemala

Kinder in Deutschland für die Anliegen von Kindern in Guatemala zu begeistern: Das funktioniert an der Telgter Kardinal-von-Galen-Realschule ganz hervorragend. Zahlreiche Kinder und Jugendliche setzen sich immer wieder mit viel Elan für die Projekte des FZA in Guatemala ein, sei es mit einem Waffelstand, durch die Konzeption einer Ausstellung oder einen Artikel in der Schülerzeitung. Wo Guatemala liegt? Das müssen die meisten Schülerinnen und Schüler heute nicht mehr lange im Atlas nachschauen. Bisheriger Höhepunkt der Partnerschaft war ein großer Freundschaftslauf für die Projekte des FZA in Guatemala. Über 21.000 Euro kamen zusammen und ermöglichten die Erweiterung der Grundschule in Las Trampas, unter anderem um drei Klassenräume.

Das Wissen anderer nutzen

Wer erfolgreiche Entwicklungshilfe leisten will, muss ein funktionierendes Netzwerk aus gebenden und nehmenden Partnern unterhalten. Auch eine kleine Gruppe wie der FZA profitiert von der Erfahrung, dem Wissen und den Kenntnissen „professioneller“ Entwicklungshelfer. In Guatemala unterhalten wir Kontakte zur deutschen Botschaft und verfolgen, welche Arbeit andere Hilfsorganisationen leisten. Seit mehreren Jahren arbeitet der FZA erfolgreich mit vielen deutschen und ausländischen Institutionen zusammen. Bei unseren Aufenthalten in Guatemala treffen wir uns mit Vertretern dieser Gruppen, um Informationen auszutauschen und Tipps für die weitere Arbeit zu erhalten.