Was wir tun

Bildung – Der Schlüssel für eine bessere Zukunft

Bildung ist der Schlüssel für berufliche Perspektiven und politische Mitsprache, kurz für eine selbstbestimmte Zukunft. Das gilt in Guatemala genauso wie in Deutschland. Nur mit Bildung können insbesondere die Nachfahren der Maya den Teufelskreis der Armut durchbrechen. Unter dem 36 Jahren dauernden Bürgerkrieg haben sie besonders gelitten. Die Armee ermordete viele von ihnen und zerstörte zahlreiche Dörfer.

Auch heute, nach dem Friedensabkommen von 1996, sind die Auswirkungen der langen Kriegsjahre weder politisch noch sozial überwunden. Bei den Mitgliedern der indigenen Bevölkerung ist die Analphabetenquote besonders hoch. Sie tun sich häufig schwer, beruflich Fuß zu fassen oder ihre eigene Meinung zu artikulieren. Von einer wirklichen demokratischen Mitbestimmung der indigenen Bevölkerung ist Guatemala noch weit entfernt.

Möglichst viel Schule für möglichst viele Kinder

Ziel des Freundeskreises Zentralamerika ist es, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen in der Region Sololá im Westen Guatemalas die Chance auf eine möglichst gute Schul- und Berufsausbildung zu eröffnen. Unsere Projekte kommen insbesondere der Landbevölkerung zugute, da hier die Bildungssituation besonders prekär ist. Deshalb fördern wir vor allem den Bau von Vor-, Grund- und Mittelschulen in den Dörfern der Region. Der Staat kommt dieser Verpflichtung nicht ausreichend nach, stellt aber Lehrer, wenn angemessene Räume vorhanden sind. Und unsere Erfahrung zeigt: Gibt es ein solides Schulgebäude, dann steigt die Akzeptanz von Bildung und immer mehr Kinder gehen immer mehr Jahre zu Schule. Nahezu alle Kinder in Guatemala besuchen inzwischen die sechsjährige Grundschule, viele auch die anschließende dreijährige Mittelschule. Übrigens: Beide Schulformen nutzen häufig gemeinsam ein Gebäude, die Grundschüler kommen morgens, die Mittelschüler am Nachmittag.

Die Maya-Wurzeln pflegen

In der Schule lernen die Kinder nicht nur rechnen und schreiben, sondern auch die Landessprache Spanisch. Gleichzeitig hat auch ihre Muttersprache, eine von 22 Maya-Sprachen, ihren Platz. Die Kinder sind stolz auf die Kultur ihrer Volksgruppe.  Mit Stolz tragen sie ihre farbenfrohen Trachten, pflegen ihre Bräuche und kommunizieren in ihrer Sprache. Seit einigen Jahren werden die Kinder von der ersten Klasse an bilingual unterrichtet. Das ist nicht nur möglich, weil der guatemaltekische Staat das inzwischen selbst als Ziel formuliert hat, sondern auch weil es heute genug Einheimische gibt, die den Lehrerberuf ergreifen.

Berufliche Perspektiven eröffnen

Der Freundeskreis Zentralamerika unterstützt auch immer wieder den Bau weiterführender Schulen, an denen indigene Jugendliche nicht nur die Studienberechtigung erwerben, sondern auch eine Berufsausbildung durchlaufen können. So erlernen sie zum Beispiel ein Handwerk, werden Buchhalter oder Grundschullehrer.

Unser Ziel ist es, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung der Kinder und Jugendlichen sowie auch ihrer Eltern zu stärken. Damit das gelingt, fordern wir nicht nur die Eigeninitiative der Dörfer beim Bau von Schulen, sondern unterstützen sie auch, wenn sie andere Projekte zur Stärkung der lokalen Identität anstoßen. So sind wir zum Beispiel Partner eines Jugendzentrums, in dem Jugendliche sich treffen, Hobbys pflegen und sich weiterbilden können. So lernen sie, sich zu organisieren und ihre Zukunft und die ihres Ortes selbst in die Hand zu nehmen.

Bildung hat viele Gesichter, ihre Vielfalt zeigt sich unter anderem in unseren Projekten, die stets individuelle auf die Bedürfnisse eines Ortes bzw. einer Region zugeschnitten sind. Projekte seit 1992

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