In San Pedro ist der Grundstein gesetzt

Der Anfang ist gemacht: In San Pedro la Laguna in Guatemala ist jetzt der Grundstein für eine Schule gesetzt worden, in der künftig Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet werden sollen. Möglich wird das Projekt auch durch zahlreiche Spenden aus Telgte und Umgebung. Der Freundeskreis Zentralamerika (FZA) hatte in den vergangenen Monaten um Unterstützung geworben. Mit 25.000 Euro unterstützt er den ersten Bauabschnitt, zu dem sechs Klassenräume, Toiletten und ein Büro für den Schulleiter gehören. Weitere Förderung kommt vom Partnerverein des FZA, Esperanza aus dem Sauerland.

Rund 230 junge Männer und Frauen besuchen aktuell das Centro Comunitario Tzutujil in San Pedro. Nach drei Jahren sind sie fit für den Einsatz in den Grundschulen der Region. Neben der offiziellen Landessprache Spanisch können die Lehrer auch im lokalen Maya-Dialekt Tzutujil unterrichten, was einen großen Vorteil darstellt. Aktuell werden für den Unterricht angemietete Räume genutzt. Diese sind aber baufällig und stehen nicht dauerhaft zur Verfügung. Mit dem Bau eines eigenen Gebäudes ist die Schule für die Zukunft gesichert.

„Ziel des Freundeskreises Zentralamerika ist es, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen in der Region Sololá im Westen Guatemalas die Chance auf eine Schul- und Berufsausbildung zu eröffnen“, betont der Vorsitzende des FZA, Andreas Hellmann. „Nur so ist auf Dauer ein Ausbruch aus dem Teufelskreis der Armut möglich.“

Die durch Spendengelder finanzierten Projekte kommen insbesondere der Landbevölkerung zugute, wo die Bildungssituation besonders prekär ist. Deshalb fördert der 1992 gegründete, in Telgte ansässige Verein vor allem den Bau von Vor-, Grund- und Mittelschulen in den Dörfern der Region. Mit der Fachausbildung von Einheimischen aus der Region Atitlán verbindet sich die Hoffnung, grundlegende Bildung insbesondere in entlegene Dörfer zu bringen.

Das Projekt in San Pedro bedeutet für den FZA Neuland. Denn die Entwürfe stammen von zwei Architekturstudenten aus Stuttgart. Julian Knop und Nina Schaal setzten auf heimische Materialien wie Lehmziegeln und Bambus. Die beiden werden den Bau vor Ort begleiten. Die Bauleitung liegt in den bewährten Händen des Architekten Luis Alberto Palacios.

Das für den Grundstein verwendete Material ist übrigens vulkanischen Ursprungs, ein Stein der in Guatemala häufig vorkommt nicht nur für Gebäude verwendet wird, sondern auch für die Mahlsteine, mit denen in der guatemaltekischen Küche Maismehl hergestellt wird – die Grundlage des indianischen Lebens.

Zum Thema: Zweiter Bauabschnitt

Möglichst schnell will der FZA auch für die Realisierung eines zweiten Bauabschnitts sorgen, um auf Dauer genügend Klassenräume zur Verfügung stellen zu können. Deshalb bittet er um weitere Unterstützung. Spenden für den Bau der Schule in San Pedro sind möglich auf die Konten des Freundeskreises Zentralamerika.

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