Transparenz

Auf dieser Seite finden sie Informationen über den Freundeskreis Zentralamerika entsprechend der Selbstverpflichtung der

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr
Freundeskreis Zentralamerika e.V., Münstertor 31, 48291 Telgte
Gegründet 1992

2. Vollständige Satzung sowie Angaben zu den Zielen unserer Organisation
Vereinssatzung (Stand: 2.2.2014)
Allgemeine Angaben zu den Zielen

3. Angaben zur Steuerbegünstigung
Unsere Arbeit ist wegen der Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamts Warendorf (Steuernummer 346/5879/0158) vom 01.08.2016 für das Jahr 2015 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftssteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit.

4. Name und Funktion wesentlicher Entscheidungsträger

1. Vorsitzender Andreas Hellmann Kassenprüfer Carsten Lessmann
2. Vorsitzende Anna-Lena Reinink Kassenprüferin Sophia Reinink
3. Vorsitzender Philipp Horstmann Schriftführer Dennis Szymkowski
Geschäftsführer Andreas Kiwall Geschäftsführer TelgteKaffee Jan-Henrik Buchholz

5. Tätigkeitsbericht
Tätigkeiten in 2015

6. Personalstruktur
Die satzungsgemäßen Tätigkeiten des Vereins in Deutschland werden ausschließlich durch ca. 15 aktive Ehrenamtliche durchgeführt. Ein monetärer oder anderweitiger Ausgleich dieser Tätigkeiten durch den Verein findet nicht statt. Auslagen durch Mitglieder des Vereins, die durch satzungsmäßige Tätigkeiten verursacht werden, werden durch den Verein beglichen und im Jahresabschluss ausgewiesen.
Zur Umsetzung seiner satzungsmäßigen Aufgaben in Zentralamerika (z.B. den Bau von Bildungseinrichtungen in Guatemala) beauftragt der Verein einheimische Arbeiter. Diese werden ortsüblich bezahlt. Im Jahresabschluss sind diese Ausgaben bei den Projektkosten inkludiert.

7. Angaben zur Mittelherkunft
Zur Erreichung unserer Vereinsziele sind zusätzlich zu motivierten ehrenamtlichen Mitgliedern auch finanzielle Mittel notwendig.
Grundsätzlich gliedern sich diese Einnahmen in folgende Bereiche:

  • Spenden
  • Mitgliedsbeiträge
  • Gewinn aus dem Verkauf des TelgteKaffees
  • Sonstiges/ Aktionen/ öffentliche Zuschüsse

Darüber hinaus erhalten wir Sachspenden von Mitgliedern und Dritten.
Die genaue Aufstellung der Einnahmen sind im jeweiligen Jahresabschluss ausgewiesen.
Uns ist die große Verantwortung für die ordnungsgemäße Verwendung der uns von Dritten zur Verfügung gestellten finanziellen und nicht finanziellen Mitteln bewusst. Wir verwenden deshalb diese Mittel transparent und so effizient wie möglich.

Einnahmen

8. Angaben zur Mittelverwendung
Vereinszweck des FZA ist vor allem die Schaffung und Erweiterung schulischer Bildungseinrichtungen. Um diesen Zweck zu erreichen, beauftragt der FZA einen einheimischen Architekt zum Bau von schulischen Bildungseinrichtungen zu einem Festpreis. Alle Beauftragte für diese Bauhaupt- und nebendienstleistungen werden ortsüblich bezahlt. Wir überprüfen regelmäßig die ordnungsgemäße Erstellung und Rechnungsstellung.Sämtliche darüber hinaus gehenden Kosten sind im jeweiligen Jahresabschluss ausgewiesen.

Ausgaben

9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten
Der Verein unterhält keine gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten. Weder ist der Verein an Dritten beteiligt, noch sind Dritte am Verein beteiligt.
Dieses vorweggeschickt, ist der Verein Mitglied im „Eine-Welt-Netz NRW“ und arbeitet in Deutschland und in Guatemala mit den Partnervereinen OYAK und Esperanza zusammen. Beide Vereine haben ähnliche Ziele und Werte.
Darüber hinaus bietet der Verein den Telgte Kaffee in Kooperation mit weiteren Telgter Vereinen an. Der Gewinn aus dem Kaffeeverkauf kommt unseren Projekten zu Gute. Gleichzeitig partizipieren die guatemaltekischen Bauern direkt vom Verkauf des fair gehandelten Kaffees.

10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10 % des Gesamtjahresbudgets ausmachen

Der Verein hat im Geschäftsjahr 2015 folgende Großspenden erhalten:
a) Natürliche Personen:
b) Juristische Personen

  • viadee Unternehmensberatung GmbH, Münster (6.000 €)

Ziele

Was wir wollen: Chancen verbessern – Armut verhindern – Bewusstsein schaffen

Spenden nutzen wir, um in den ländlichen Regionen Guatemalas, den Bau von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zu unterstützen. Die Kinder und Jugendlichen erhalten so eine grundlegende Ausbildung und sind in der Lage, ihre Lebenssituation und ihre Chancen in der Gesellschaft zu verbessern. Zuhause in Deutschland – besonders in Telgte – möchten wir ein besseres Bewusstsein für die Probleme der Einen Welt und speziell für die Probleme in Guatemala wecken.

Entstanden ist der FZA aus der Initiative einiger junger Leute aus Telgte. Sie gründeten den Verein im Jahr 1992 nach einer Reise nach Guatemala. Dort hatten sie erlebt, wie groß die Not der Menschen in vielen Gegenden des Landes war und wollten helfen. Die ersten Projekte konzentrierten sich auf den Gesundheitsbereich. Nach und nach kristallisierte sich der Bildungssektor als dauerhafter Schwerpunkt heraus.

Arbeitsweise

Grenzen und Möglichkeiten

Wir sind keine Prinzipienreiter und Theoretiker. Aber unsere Arbeit in der Entwicklungshilfe erfordert sorgfältige Planung und solides Wissen. Sinnvolle und nachhaltige, also dauerhaft wirksame Entwicklungshilfe funktioniert nur, wenn man sein Zielland genau kennt.

Wir wissen um unsere Grenzen und Möglichkeiten als kleiner Verein im großen System der Entwicklungshilfe. Deshalb beschränken wir unsere Hilfe in Guatemala auf den Bereich Bildung und Schulbau in der Region Sololá. Dort kennen wir unsere Partner, die Schwierigkeiten und die Bedürfnisse.

Wir stellen unsere Vereinsarbeit in Guatemala und Deutschland regelmäßig auf den Prüfstand, um die Qualität zu halten. Nur so ist gewährleistet, dass die Spendengelder sinnvoll und nachhaltig eingesetzt werden. Dabei gilt: Jede Spende an den Freundeskreis Zentralamerika kommt zu 100 Prozent den Projekten zugute! Das funktioniert, weil die Kosten für die Vereinsarbeit allein aus den Beiträgen der aktiven Mitglieder getragen werden. Zusätzlich bemühen wir uns regelmäßig um Zuschüsse aus Förderprogrammen.

Viele Schultern tragen die Vereinsarbeit. Jedes aktive Mitglied soll bei uns Verantwortung übernehmen: Selbst mitdenken und mitgestalten ist uns wichtig.

Wie wir unsere Arbeit weiter gestalten wollen, haben wir in einem Leitbild festgehalten.

Aktive Mitglieder

Bunt gemischt und gemeinsam stark: Eine vielseitige und engagierte Truppe

Unsere etwa 20 aktiven Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Die meisten sind in Telgte und Umgebung zu Hause. Die Vereinsarbeit des FZA lebt von den vielfältigen Fähigkeiten, die jede und jeder einzelne mitbringt.

Partner

Ein tragfähiges Netzwerk

Unsere Arbeit in Guatemala konfrontiert uns immer wieder mit komplexen Fragestellungen. Umso wichtiger ist, dass wir auf ein Netzwerk kompetenter Partner setzen können. Entwicklungshilfe funktioniert, wenn alle Projektbeteiligten partnerschaftlich zusammenarbeiten. Das gilt für die Auswahl neuer Projekte genauso wie für ihre Durchführung. Zuverlässige Partner vor Ort sind dabei für den Freundeskreis Zentralamerika 1992 e. V. (FZA) ein Muss. Aber auch zu Hause in Deutschland funktioniert die Arbeit des FZA am besten gemeinsam mit anderen Gruppen, Einrichtungen und Firmen. Seit der Gründung des FZA im Jahr 1992 konnten wir starke und belastbare Netzwerke knüpfen, und wir freuen uns immer, wenn wir neue Partner für unsere Ideen und Ziele begeistern können.

Luis Alberto Palacios – unser Mann vor Ort: Partner, Architekt und Freund

Seit 1994 ist der Architekt Luis Alberto Palacios unser Partner in Guatemala. Er übernimmt die Planung der Schulbauten und kümmert sich auch um den reibungslosen Ablauf auf den Baustellen. Luis Palacios, Jahrgang 1956, studierte Architektur an der Universität von Guatemala-Stadt. Er wohnt mit seiner Ehefrau Adina in Sololá, kennt sich hervorragend aus im Land und genießt das Vertrauen der Landbevölkerung. Die Entwicklung seines Heimatlandes liegt ihm sehr am Herzen, der Bau neuer Schulen ist ihm auch ein persönliches Anliegen. Unser enger Kontakt zu ihm garantiert eine sorgfältige Auswahl und Begleitung der Projekte. Luis versteht es, die Dorfgemeinschaften zur Mithilfe auf den Baustellen zu motivieren und in Konfliktsituationen zu vermitteln.

Drei Gruppen, ein gemeinsames Ziel: FZA, Esperanza und Oyak

Seit vielen Jahren kooperiert der Freundeskreis Zentralamerika mit den Vereinen Esperanza e.V. aus Bestwig (Sauerland) und Oyak e.V. aus Niederdielfen (Siegerland). Diese beiden Gruppen, ähnlich strukturiert und ähnlich groß wie der FZA, haben mit uns gemeinsame Anliegen: Zusammen wollen wir die Bildungssituation in den ärmeren Regionen Guatemalas verbessern und zu Hause in Deutschland ein Bewusstsein für die Anliegen und Probleme der Einen Welt schaffen.

Esperanza und Oyak organisieren zudem schon seit Jahren Arbeitseinsätze für junge Leute aus Deutschland. Sie arbeiten für einige Wochen auf einer Schulbaustelle mit und erleben gleichzeitig hautnah den Alltag in einem kleinen guatemaltekischen Dorf. In Deutschland hilft uns der regelmäßige Austausch über die aktuelle Situation in Zentralamerika. In Guatemala konnten wir schon einige größere Projekte gemeinsam stemmen, wie den Bau des Maya Colegio, das eine berufsbildende Ausbildung ermöglicht.

Gymnasium St. Mauritz – Engagement auf allen Ebenen

Seit 2015 unterstützt uns das Gymnasium St. Mauritz in Münster-Handorf mit einer Vielzahl an Aktionen. So wurden unter anderem schon diverse Schulläufe veranstaltet, um Spenden für eine Erweiterung des Schulgebäudes in Vasconcelos zu sammeln. Neben diesen großen Aktionen, bei denen die ganze Schule auf den Beinen ist, wird aber auch mit vielen kleineren Aktionen die Arbeit des Freundeskreises unterstützt. Regelmäßig informieren wir vom Freundeskreis zum Schuljahresbeginn die neuen Sextaner über das Solidaritätsprojekt.

Kardinal-von-Galen-Realschule – Kinder in Telgte für Kinder in Guatemala

Kinder in Deutschland für die Anliegen von Kindern in Guatemala zu begeistern: Das funktioniert an der Telgter Kardinal-von-Galen-Realschule ganz hervorragend. Zahlreiche Kinder und Jugendliche setzen sich immer wieder mit viel Elan für die Projekte des FZA in Guatemala ein, sei es mit einem Waffelstand, durch die Konzeption einer Ausstellung oder einen Artikel in der Schülerzeitung. Wo Guatemala liegt? Das müssen die meisten Schülerinnen und Schüler heute nicht mehr lange im Atlas nachschauen. Bisheriger Höhepunkt der Partnerschaft war ein großer Freundschaftslauf für die Projekte des FZA in Guatemala. Über 21.000 Euro kamen zusammen und ermöglichten die Erweiterung der Grundschule in Las Trampas, unter anderem um drei Klassenräume.

Das Wissen anderer nutzen

Wer erfolgreiche Entwicklungshilfe leisten will, muss ein funktionierendes Netzwerk aus gebenden und nehmenden Partnern unterhalten. Auch eine kleine Gruppe wie der FZA profitiert von der Erfahrung, dem Wissen und den Kenntnissen „professioneller“ Entwicklungshelfer. In Guatemala unterhalten wir Kontakte zur deutschen Botschaft und verfolgen, welche Arbeit andere Hilfsorganisationen leisten. Seit mehreren Jahren arbeitet der FZA erfolgreich mit vielen deutschen und ausländischen Institutionen zusammen. Bei unseren Aufenthalten in Guatemala treffen wir uns mit Vertretern dieser Gruppen, um Informationen auszutauschen und Tipps für die weitere Arbeit zu erhalten.