Neuigkeiten aus Chaquijya

In Chaquijya bauen wir aktuell vier neue Klassenräume für die weiterführende Schule, das “Diversificado”. Auf den Fotos sind die Grundsteinlegung und die Eröffnung der Baustelle durch den Bürgermeister und andere geladene Gäste zu sehen.

Leider mussten unsere Architekten Luis und Estuardo kurz nach dem Baubeginn aber feststellen, dass einige Teile der Gebäudekonstruktion nicht erdbebensicher sind. Aufbauten neuer Klassenräume können darauf nicht erfolgen, so dass zunächst an einer Verstärkung der Gebäudeteile gearbeitet wird.

Eine neue Schule für Pacamposanto

Unser neues Projekt liegt nahe der Stadt Nahuala ziemlich abgelegen im Hochland. In Pacamposanto leben rund 190 Menschen, die meisten sind Kleinbauern. Die Grundschule besuchen zurzeit 40 Kinder (21 Mädchen und 19 Jungen). Sie werden bisher in einfachen Wellblechhütten unterrichtet. Diese hat die Dorfgemeinschaft vor einigen Jahren selbst errichtet. Dort staut sich im Sommer die Hitze und in der Regenzeit bekommen die Kinder nasse Füße.

Die Situation verbessern soll ein zweigeschossiger Bau mit zwei Klassenräumen, Küche, einem Lehrerzimmer und Toiletten. Unser langjähriger Partner Luis Alberto Palacios hat die Pläne gemeinsam mit seinem Sohn Estuardo entworfen. Er ist ebenfalls Architekt und arbeitet seit dem vergangenen Jahr bei seinem Vater und unseren Projekten mit. In Pacamposanto wollen sie mit Bambus und Lehm bauen. Das haben sie in den vergangenen Jahren einige Male erfolgreich erprobt. Estuardo wird den Bau koordinieren und sich regelmäßig auf die rund 100 km Strecke machen. Die Dorfgemeinschaft ist hoch motiviert und will den Bau tatkräftig unterstützen.

55.000 € sind für das Projekt veranschlagt. Die Stadt Nahuala steuert ca. 19.000 € bei, so dass 36.000 € für den Freundeskreis bleiben.

Wir freuen uns über jede Spende für den Bau der Schule in Pacamposanto auf unser Konto (IBAN: DE69 4005 0150 0060 0421 08) bei der Sparkasse Münsterland-Ost (BIC: WELADED1MST).

¿A dónde vas, Guatemala? – Delegation des FZA als Gast beim Vortrag des guatemaltekischen Botschafters in Recklinghausen

Am Freitag, den 26.05.2017, hielt der guatemaltekische Botschafter José Francisco Cali Tzay auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe und dem Eine-Welt-Kreis St. Antonius einen Vortrag über die aktuellen politischen Entwicklungen in seinem Heimatland.

2015 war für Guatemala eine Zäsur. Zum ersten Mal seit dem Ende des Bürgerkriegs 1996 begehrte die Zivilgesellschaft auf und erreichte, dass sowohl der ehemalige Präsident wie auch die ehemalige Vizepräsidentin heute im Gefängnis sitzen. Dies sei ein Zeichen der Hoffnung, betonte der Botschafter, der zuletzt Vorsitzender des Ausschusses für die Beseitigung der Rassendiskriminierung der Vereinten Nationen war. Trotzdem gäbe es immer noch eine weit um sich greifende Korruption und einen strukturellen Rassismus. Cali Tzay gehört selbst der indigenen Bevölkerung an. Er ist ein Kaqchikel, dem Maya-Volk, das auch in der Region Sololá verwurzelt ist. Mittlerweile gibt es zwar insgesamt vier indigene Botschafter und einige Politiker wie die Bundesstaatsanwältin oder die Gesundheitsministerin würden ernsthaft für einer Verbesserung der politischen Situation kämpfen. Noch stoßen sie aber auf erheblichen Widerstand der alten politischen Eliten, die zum Teil auch ursprünglich aus Deutschland stammen. Daher sei der Druck der Zivilgesellschaft, aber auch der internationalen Gemeinschaft besonders wichtig. Frank Schwabe, der Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion ist, betont, dass gerade jetzt ein Transformationsprozess des zivilen Aufstands in politische Bewegungen notwendig sei, um den Wandel zu stabilisieren.

Besuch des guatemaltekischen Botschafters

Bei dem Vortrag und der anschließenden Diskussionsrunde nahm der Botschafter ganz undiplomatisch kein Blatt vor den Mund und sprach auch negative Entwicklungen in Deutschland, wie latent vorhandene Diskriminierung oder die Sicherheit – in seinem Haus wurde bereits nach zwei Wochen eingebrochen – an. Die Veranstaltung war gut besucht. Viele Besucher sind selbst ehrenamtlich tätig. So stellte sich die Frage, wo die Entwicklungsarbeit im Angesicht der aktuellen politischen Situation am wirkungsvollsten sei. Der Botschafter betonte, den Druck auf die aktuelle Regierung, auch durch Postkarten, aufrecht zu halten. Frank Schwabe wurde konkreter: “Das wichtigste ist Bildung, Bildung, Bildung, damit die Menschen selbst in der Lage sind, ihre Situation zu verändern.”

Unser neues Projekt: Vier Klassenräume für Chaquijya

Als nächstes möchten wir eine Schule unterstützten, die in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Aktuell besuchen rund 400 Kinder die Schule von Chaquijya (gesprochen „Tschakija“). Der Ort zählt rund 1.800 Einwohner und liegt etwa 15 Kilometer vom Atitlán-See entfernt. Viele Mitglieder des Freundeskreises kennen das Dorf und seine Schule bereits von ihren Reisen. Im Jahr 1999 haben wir dort den Bau einer Schulküche und sanitärer Anlagen unterstützt und 2003 eine Erweiterung um vier Klassenräume gefördert.

Mittlerweile kommen auch Kinder aus Nachbarorten zum Unterricht. Neben einer Vorschule und einer Grundschule (1.-6. Klasse) gibt es inzwischen ein „Basico“ (7.-9. Klasse), an dem Jugendliche einen mittleren Schulabschluss machen können, und – noch ganz neu – ein „Diversificado“. Diese weiterführende Schulform umfasst die Klassen 10 bis 12 und ist mit einem deutschen Berufskolleg vergleichbar. Neben einem höheren Schulabschluss machen die Jugendlichen dort eine Ausbildung als Buchhalter.

Für die Schüler und Schülerinnen eröffnen sich damit neue Chancen. Sie haben Aussicht auf einen soliden Job und eine Anstellung. Damit können sie auf ein gesichertes Einkommen für sich und ihre Familien hoffen, was in der Landwirtschaft nur schwer möglich ist.

Die Schule ist öffentlich. Die Lehrer werden also vom Staat bezahlt. Noch fehlt es aber an geeigneten Räumen für das Diversificado. Unser langjähriger Partner in Guatemala, der Architekt Luis Alberto Palacios, hat Pläne für vier zusätzliche Klassenräume erstellt. Da auf dem Schulgelände kein freier Platz mehr zur Verfügung steht, muss auf den bestehenden Gebäuden eine weitere Etage aufgesetzt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 53.000 €. Davon werden 5.000 € von der Dorfgemeinschaft mit eigener Arbeit abgegolten, 8.000 € kommen von der Gemeinde Sololá. Somit verbleiben 40.000 €, die wir beisteuern möchten, damit das Projekt starten kann.

Mit einer Spende tragen Sie dazu bei, dass der Bau der neuen Räume in Chaquijya möglich wird. Spenden können Sie auf unsere Konten bei der Sparkasse Münsterland-Ost (IBAN: DE69 4005 0150 0060 0421 08) und der Vereinigten Volksbank Münster (IBAN: DE45 401 600 50 3532 9009 00). Herzlichen Dank für Ihre und Eure Unterstützung!

El Adelanto – Das Fundament für den zweiten Stock steht

In unserem Schulbauprojekt in El Adelanto wurde in den letzten Wochen kräftig angepackt, um die Geschossdecken für das zweite Stockwerk gießen zu können. Wie auf den Bildern zu sehen ist, werden für diese Aufgabe viele helfende Hände gebraucht werden. Aus diesem Grund haben neben der Dorfbevölkerung auch Freiwillige von unseren Partnervereinen Oyak und Esperanza mitgeholfen, die für einen Arbeitseinsatz vor Ort waren.

Nikolaus-Service: Jetzt Termine buchen

Rund um den 6. Dezember bietet der Freundeskreis Zentralamerika wieder seinen beliebten Nikolaus-Service an. Bischof und Knecht Ruprecht besuchen gegen einen Obolus Familien, Firmen oder Vereine. Termine können bei Margret Unnewehr, Tel.: 02504-3384, gebucht werden. Der Erlös der Aktion kommt unseren nächsten Projekten in Guatemala zugute.

Vorbereitende Arbeiten in El Adelanto

Die Arbeiten in El Adelanto, wo der Freundeskreis mit der Unterstützung der Stiftung Fly & Help eine Grundschule erweitert, sind in vollem Gange. Unser Architekt Luis Palacios schreibt in einem aktuellen Baufortschrittsbericht, dass unter anderem die Wände auf die Höhe der neuen Zwischendecke gekürzt wurden, Querträger zur Verstärkung des Erdgeschosses eingezogen wurden und die Zwischendecke mit Betonplatten nun eingebaut ist.

Von der Dorfgemeinschaft kommt viel Unterstützung für den Bau und auch das Komitee der Eltern kümmert sich sehr um den Baufortschritt. Herzlich bedanken sie sich bei allen Unterstützern dieses Projekts und hoffen sehr, dass eine Delegation aus Deutschland an den Feierlichkeiten zur Einweihung der Schule teilnimmt. Wann die Einweihung sein wird, steht noch nicht fest, da noch einige Arbeiten zu erledigen sind.

Weiteres Klassenraummodul entsteht in San Pedro La Laguna aus Bambus und Lehm

In San Pedro la Laguna am Atitlan-See schreiten die Bauarbeiten der zweiten Bauphase voran. Wie auf den Fotos zu erkennen ist, entstehen mit den nachhaltigen Baumaterialien Bambus und Lehm weitere Klassenräume für das Lehrerausbildungszentrum.

Stand am 1. Mai an Beermanns Kapellchen

Am 1. Mai laden wir nach Westbevern-Vadrup ein. An unserem Stand unweit von Haus Langen gibt es Kaffee und  Kuchen, Würstchen und kühle Getränke. Von 11 bis 17 Uhr sind wir vor Ort. Der Weg ist ausgeschildert. Der Erlös der Aktion fließt in unsere nächsten Schulprojekte in Guatemala.

In El Adelanto geht es los

Das nächste Projekt des Freundeskreises Zentralamerika wurde in den vergangenen Tagen begonnen. Unser Architekt Luis Alberto Palacios berichtet vom Baubeginn am 15.2. in El Adelanto. Mit der Unterstützung der Stiftung Fly & Help wird die Grundschule um die dringend benötigten Klassenräume erweitert. Besonders schön war die Freude der Kinder, als die Arbeiten starteten. Zunächst wurden Teile der Mauern abgerissen, um das Mauerwerk des bestehenden Gebäudes verstärken zu können. Dafür wurden neue Säulen auf einem festen Fundament und Träger, die die Decke tragen werden, errichtet. Die Notwendigkeit der jetzt vorgenommen Arbeiten wird noch deutlicher, mit dem Fortschreiten des Baus. Die nachfolgenden Bilder vermitteln einen Eindruck des landestypischen Baubeginns. Es werden Reden gehalten und die Nationalhymne wird gesungen. Auf einem Bild ist zu erkennen, wie die Basis für die Errichtung neuer Klassenräume geschaffen wird.

Übrigens: Die Stiftung Fly & Help unterstützt das Projekt mit 46.182 €, der FZA trägt 29.500 € dazu bei.